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4-Millionen-Investitionspaket von WWW geht in die Zielgerade

Die neuen Fischaufstiegsanlagen in Hengsen und Echthausen sind in Betrieb. Jetzt fehlt nur noch eine einzige Fischtreppe und die Wasserwerke Westfalen haben auf ihrem Betriebsgelände die komplette Fischdurchlässigkeit erreicht.

„Aufgrund der günstigen Wetterlage in den letzten Monaten konnten wir die Fischtreppen in Schwerte-Geisecke und Wickede-Echthausen wie geplant am Montag in Betrieb nehmen”, berichtet Projektleiter Carsten Kirchner von den Wasserwerken Westfalen. Anfang Juni hatten die aufwändigen Baumaßnahmen an den beiden Stauwehren begonnen. Heute erfolgte die Bauabnahme durch die Bezirksregierung Arnsberg und damit gingen die Fischaufstiegsanlagen offiziell in Betrieb. Den Inbetriebnahmen folgen jetzt nur noch Restarbeiten wie Geländemodellierungen.

„Die neuen Anlagen funktionieren nach dem gleichen technischen Prinzip wie die Anlage, die wir in Schwerte-Westhofen bereits Ende 2011 in Betrieb genommen haben”, erläutert Kirchner. „In Westhofen konnten wir bei einer Kontrolle in der Fischtreppe zahlreiche Fische unterschiedlicher Arten und Größen beobachten. Neben Elritzen, Barben, Döbeln, Mühlkoppen, Rotaugen und Bachforellen fanden wir auch Gründlinge, Schmerlen und viele Aale.”

Die Fischaufstiegsanlagen wurden nach dem derzeitigen Stand der Technik als Schlitzpass errichtet. Ein Schlitzpass ist für die gesamte Gewässerfauna passierbar und ermöglicht so auch die Wanderung von bodenlebenden Kleinstlebewesen. An beiden Standorten überwinden die Fische auf einer ca. 180 Meter langen Strecke in ca. 60 Becken eine Höhendifferenz um sechs Meter. Die jetzt fertig gestellten Fischtreppen verbessern den Lebensraum der Fische in der Ruhr, da sie nun ungehindert an zwei weiteren Stauwehren vorbei wandern können. Damit wird das Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie erfüllt.

Für diese Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit investieren die Wasserwerke Westfalen GmbH rund 4 Millionen Euro. Der Bau einer weiteren Fischaufstiegsanlage an der Wehranlage in Schwerte-Villigst hat gerade begonnen. Ende 2014 werden dann alle Stauwehre der Wasserwerke Westfalen für Fische passierbar sein.