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Startschuss für "Weitergehende Wasseraufbereitung" bei WWW

„Nachdem wir den Standort Echthausen bereits 2010 auf eine Desinfektion mit UV-Licht umgestellt haben, investieren wir nun 20 Millionen Euro in die Ergänzung der Aufbereitung um weitere Verfahrensstufen”, erläutert Ingo Becker, Geschäftsführer der Wasserwerke Westfalen. „Die in dieser Woche begonnenen Arbeiten an den beiden zentralen Trinkwasserbrunnen sind gewissermaßen der Startschuss für den Bau der neuen weitergehenden Aufbereitung”.

Im Wasserwerk Echthausen wird für die zusätzlichen Aufbereitungsstufen ein neues Gebäude (80 x 35 Meter) errichtet. Ergänzt werden eine Ozonung zum Aufbrechen persistenter Verbindungen, eine Schnellfiltration zur Partikelentfernung sowie eine Aktivkohle-Festbettfiltration zur Entfernung organischer Inhaltsstoffe. Gleichzeitig wird die bestehende chemische Entsäuerung mit Natronlauge umgestellt auf ein physikalisches Verfahren ohne Chemikalienzusatz. „Die zusätzlichen Verfahrensstufen schaffen eine noch höhere Sicherheit vor in der Zukunft eventuell neu auftretender Stoffe im Oberflächenwasser”, so Becker.

Die Erweiterung der Aufbereitung ist Folge des von der Landesregierung aufgelegten Programms „Reine Ruhr”, das die Wasserwerksbetreiber an der Ruhr verpflichtet, aus Vorsorgegründen die bestehenden Aufbereitungsanlagen durch weitere Verfahrensstufen zu ergänzen.

Alle Wasserwerke der Wasserwerke Westfalen werden, so weit nicht schon vorhanden, in den nächsten Jahren um die beschriebenen Verfahrensstufen ergänzt. Projektiert sind die Erweiterungen der Aufbereitungsstufen in den Wasserwerken Westhofen 1, Villigst, Hengsen und Halingen. Das Wasserwerk Witten muss lediglich noch um eine weitere Aktivkohlestufe ergänzt werden. Die Wasserwerke Westhofen 2 und Ergste werden mittelfristig stillgelegt. Die Umsetzung dieser Maßnahmen soll anhand eines mit den Behörden abgestimmten Zeitplans bis 2018 erfolgen.

Im Vorgriff auf die Gesamtmaßnahmen erfolgt bereits seit 2010 in den Wasserwerken eine Umstellung der Desinfektion des Trinkwassers auf UV-Licht. Zurzeit läuft der Umbau in den Wasserwerken Westhofen 1 und Witten. Diese moderne Technologie wirkt noch effizienter gegen mögliche Krankheitserreger als das bisher verwendete Chlordioxid. Ende 2014 wird diese Umstellung abgeschlossen sein.