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Wasserwerke Westfalen investieren in vorbeugenden Gesundheitsschutz

„Wir erzeugen ein Trinkwasser, das den strengen Anforderungen, die in Deutschland an ein solches gestellt werden, voll und ganz entspricht”, betont Ingo Becker, Geschäftsführer von WWW. „Dies wird uns bei den regelmäßigen Überprüfungen durch die Gesundheitsämter immer wieder bestätigt. Die derzeit diskutierten Investitionen in die weitergehende Wasseraufbereitung von ca. 120 Millionen sind Maßnahmen, die wir aus reinem Vorsorgegedanken treffen wollen.”

Durch die Bodenpassage des Wassers während der Aufbereitung werden bereits jetzt Krankheitserreger zurückgehalten. Eine zusätzliche Sicherheit bietet die anschließende Desinfektion des Trinkwassers. Das belegen die Untersuchungen unabhängiger Institute in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden. Das Trinkwasser wird regelmäßig, teilweise täglich, auf Indikatororganismen (darunter E. coli, Enterokokken, Chlostridium perfringens) untersucht.

Die aktuelle Diskussion über Krankheitserreger beruht auf der Entwicklung neuer Untersuchungsmethoden, die für die Routineanalytik in den Laboren noch nicht zur Verfügung stehen. Dies betrifft nicht nur die Ruhrregion, sondern die gesamte deutsche Trinkwasserversorgung.

Alle Wasserwerke der Wasserwerke Westfalen werden, so weit nicht schon vorhanden, in den nächsten Jahren um Flockungs-, Adsorptions-, Ozonungs- und UV-Desinfektionsstufen ergänzt. Projektiert sind die Erweiterungen der Aufbereitungsstufen in den Wasserwerken Westhofen 1, Villigst, Hengsen und Halingen. Das Wasserwerk Witten muss lediglich noch um eine weitere Aktivkohlestufe ergänzt werden.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt  anhand eines mit den Behörden abgestimmten Zeitplans, sobald die entsprechenden Anordnungen der Behörden vorliegen, die zur rechtlichen Absicherung der Investitionen von rund 20 Millionen Euro pro Standort erforderlich sind.

"Seit November 2011 liegt uns die wasserrechtliche Bewilligung für das Wasserwerk Echthausen vor, so dass wir die Erweiterungen der Aufbereitungsstufen in diesem Werk in Kürze europaweit ausschreiben können", erläutert Ingo Becker. Die Wasserwerke Westhofen 2 und Ergste werden mittelfristig stillgelegt.

Im Vorgriff auf die Gesamtmaßnahmen in den Werken wird bereits seit 2010 in einem ersten Schritt die Desinfektion des Wassers umgestellt auf UV-Strahlung. Diese moderne Technologie wirkt noch effizienter gegen mögliche Krankheitserreger als das bisher verwendete Chlordioxid. 2014 wird diese Umstellung abgeschlossen sein.