Wasser ist Leben. Wir leben Wasser.

Naturschutz und Ruhezonen

In den Einzugsgebieten der Trinkwassergewinnungsanlagen an der Ruhr wird der Wasserversorgung Vorrang vor allen anderen Nutzungen eingeräumt. Seit mehr als 100 Jahren werden hier in Flussnähe großräumige Areale für die Wassergewinnung genutzt, zu denen die Öffentlichkeit keinen Zutritt hat.

Flora und Fauna konnten sich so ungestört und geschützt entwickeln. Im Laufe der Jahre hat dies dazu geführt, dass große Bereiche des Ruhrtals als Natur- oder Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden konnten. Diese geschützten Lebensräume stellen Ruhezonen für die Tierwelt dar.

So zählt der Geisecker Stausee im Wasserwerk Hengsen mit zu den bedeutendsten Wasservogelrastgewässern in Nordrhein-Westfalen. Zahlreiche Wasservögel nutzen den Stausee als Nahrungs-, Rast- und Überwinterungsgebiet. Mit den Wintergästen können auf dem weitflächigen Areal über 30 Vogelarten gezählt werden, unter ihnen z. B.:

Blaumeise, Buchfink, Eichelhäher, Eisvogel, Graugans, Graureiher, Habicht, Haubentaucher, Höckerschwan, Kiebitz, Kleiber, Kormoran, Lachmöwe, Nilgans, Rotkehlchen, Silberreiher, Stockente, Zaunkönig und Zwergtaucher.

Die Wassergewinnungsanlagen der WASSERWERKE WESTFALEN an der Ruhr erstrecken sich über weitläufige Flächen innerhalb der Talaue und umfassen Areale zwischen 35 und 142 ha. Insgesamt nutzt das Unternehmen eine Fläche von knapp 600 ha als Wassergewinnungsgelände.

Um ein natürliches Landschaftsbild zu fördern, weisen die WASSERWERKE WESTFALEN im Wassergewinnungsgelände vermehrt Sukzessionsflächen und Extensivierungsflächen aus. Sukzessionsflächen als Uferrandstreifen werden der natürlichen Entwicklung überlassen und nur sehr eingeschränkt gepflegt. Ebenso wie Extensivierungsflächen gliedern sie die Landschaft und verbessern das Lebensraumangebot für die Pflanzen- und Tierwelt. Als ergänzende Maßnahme pflanzen die WASSERWERKE WESTFALEN auentypische Gehölze, wie zum Beispiel Weiden, Erlen oder auch Stieleichen und Hainbuchen.