Wasser ist Leben. Wir leben Wasser.

Wasserwerk Witten

Herbeder Straße 141, 58455 Witten

 

Seit 1886 besteht das im Ruhrtal gelegene Wasserwerk Witten. 52 Hektar stehen als Wassergewinnungsgelände zur Verfügung. Zur Grundwasseranreicherung wird hier seit 1904 vorgereinigtes Ruhrwasser über große Versickerungsbecken in den Untergrund infiltriert. Im Untergrund fassen gelochte Sickerleitungen das Wasser, bestehend aus angereichertem Grundwasser, Uferfiltrat und natürlichem Grundwasser, und leitet es in freiem Gefälle zum Pumpwerk.

Zur Zeit wird die naturnahe Aufbereitung zur Trinkwassergewinnung um zusätzliche technische Verfahrensschritte ergänzt. Es wird eine weitergehende Aufbereitungsanlage gebaut. Prävent plus, das Schwerter Verfahren, umfasst eine Ozonung, eine Flockung, eine Mehrschichtfiltration und eine Adsorption an Korn-Aktivkohle. Im Rahmen dieser Maßnahme werden die Nachbehandlungsschritte auf physikalische Verfahren umgestellt. Hierbei ist die Trinkwasserdesinfektion mittels UV-Licht bereits fertiggestellt. 

Für das Wasserwerk Witten muss nur noch der Bau der Aktivkohleadsorption und die Umrüstung auf eine physikalische Entsäuerung erfolgen, die anderen Verfahrensschritte sind bereits vorhanden. (1982 wurde im Wasserwerk eine weitergehende Aufbereitungsanlage integriert, die vom Bundesministerium für Forschung und Technologie finanziell gefördert wurde.)

Die Jahreskapazität des Wasserwerkes beträgt 25 Millionen m³. Vier Kreiselpumpen speisen das Trinkwasser in die örtlichen Verteilungsnetze und den Hochbehälter Bochum-Gerthe ein. Die größten Pumpen können 3.800 m³ Wasser pro Stunde auf eine Höhe von bis zu 80 Meter fördern.

Das Wasserwerk Witten versorgt Bochum (teilweise), Castrop-Rauxel (teilweise), Dortmund (teilweise) und Herne (teilweise) mit Trinkwasser.



Wasseraufbereitung im Einzelnen

Vorreinigung

  • Feinrechen
  • Flockung (bei Bedarf)
  • Sedimentationsbecken

 
künstliche Grundwasseranreicherung

  • Dosierung von Pulveraktivkohle (bedarfsweise)
  • Langsamsandfiltration (9 Versickerungsbecken, Gesamtfläche 93.000 m², Filtergeschwindigkeit 0,5 - 1,5m/d)
  • Untergrundpassage
  • Ozonung
  • Flockung (bei Bedarf)
  • Mehrschichtfiltration (Filterfläche 250 m², Filtergeschwindigkeit max. 24 m/h)
     

Nachbehandlung

  • Anhebung des pH-Wertes durch Zugabe von Natronlauge
  • Desinfektion mit UV-Licht